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Die Gier
Es war Nacht. Mila lag im Bett des Hotelzimmers und wälzte sich unruhig hin und her. Sie konnte nicht schlafen. Immer wieder sah sie einen ihr unbekannten Mann vor sich, mit dunkelblonden Haaren und blauen Augen, in denen sie versank. Er spielte auf seiner Gitarre ein wunderschönes trauriges Lied, das ihre Sehnsucht weckte. Seufzend stand Mila auf und ging zum Fenster. Es war Vollmond und das Licht des Mondes warf einen hellen Schein ins Zimmer. Die Ruhe, die er ausstrahlte, ließ sie ihre eigene innere Unruhe spüren. Es stimmte schon, die Nacht war der Tag der einsamen Seelen. Der Mond war ihre Sonne. Wie sehr sehnte sie sich danach, von einem Menschen geliebt und begehrt zu werden. Wie lange lag die letzte Umarmung zurück, der letzte Kuss? Plötzlich erklang hinter ihr wieder dieses Lied, das ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Mila drehte sich überrascht um. Der fremde Unbekannte saß auf dem Bett, mit seiner Gitarre in der Hand. „Hallo Mila! Wie geht es dir?“ Seine Stimme schien ihr so vertraut. Verwirrt sah Mila ihn an, schwieg. „Ich bin Mato.“ In Milas Kopf überschlugen sich die Gedanken. Es musste ein Traum sein, denn wie sonst sollte einfach so ein fremder Mann in ihrem Zimmer auftauchen? Er schien ihre Gedanken zu erraten, denn er sprach weiter: „Wenn es ein Traum ist, was hast du dann zu verlieren? Folge einfach deinem Herzen. Vertrau deinen Gefühlen. Lass dich fallen, nur einmal.“ Mila schluckte. Der Mann sah gut aus, so wie in ihrem Traum. Und sie war schon so lange allein. Wie sehr sehnte sie sich doch nach einer Umarmung, einem Kuss, einer einzigen zärtlichen Berührung. Wie sehr vermisste sie doch dieses Gefühl, begehrt zu werden. Dieses Leuchten in den Augen eines Menschen, der sie ansah. Langsam kam sie näher, setzte sich zu Mato aufs Bett, noch immer zögernd. Warum ließ sie sich so sehr von ihrem Verstand leiten? Warum folgte sie nicht einfach ihrem Herzen? So viele Nächte war sie allein. Warum also nicht einmal, nur für eine Nacht, alle Bedenken über Bord werfen? Mila sah Mato in die Augen. Sie leuchteten. Sie konnte das Feuer in seinem Blick sehen, seine Bewunderung, sein Begehren. Wie lange war das schon her? Seufzend schloss sie die Augen, spürte seinen heißen Atem auf ihrem Gesicht, bevor sich ihre Lippen das erste Mal berührten. Ein Schauer durchfuhr sie, als seine Küsse immer fordernder wurden, bis sie seinem Drängen schließlich nachgab. Sanft teilte er ihre Lippen, eroberte ihren Mund, und ihre Zungen begannen ein träges Spiel miteinander, stießen vor, zogen sich zurück und umspielten einander, erst langsam, dann immer schneller. Milas Puls begann zu rasen. Sie lehnte sich zurück, bis sie mit dem Rücken auf dem Bett lag. Matos Hand berührte sie am Arm und sie zitterte am ganzen Körper. Berührung! Sein Mund löste sich von ihrem, er küsste sie auf die Wangen, die Nase, die flatternden Augenlider, und wanderte dann ihren Hals hinab. Mila stöhnte leise auf. Wie sehr begehrte sie ihn in diesem Moment. Sie spürte seine heiße Hand auf ihrer Haut. Er fuhr ihren Arm hinauf, über ihre Schulter, dann ihre Seite hinab zu ihrem Bauch, fand ihren Nabel, den er langsam umkreiste. Mila brannte vor Verlangen. Sie griff in seinen Nacken und zog seinen Kopf zu sich, um ihn endlich wieder zu küssen. Ihr Körper bäumte sich auf, sehnte sich nach seinen Berührungen. Ihre Hände wanderten seinen Oberkörper hinab, fühlten die Muskeln, die sich unter seiner Haut spannten. Langsam zog sie ihm das T-Shirt über den Kopf, ließ ihre bewundernden Blicke über seine Brust gleiten. Er sah sie an, lächelte. Das Feuer in seinen Augen ließ sie alle Bedenken vergessen. Sie gab sich ihm hin, ließ zu, dass er ihr Hemd auszog. Als er sich wieder über sie beugte, um sie zu küssen, spürte sie die Wärme, die von seinem Körper ausging. Sie schlang ihre Arme um ihn, zog ihn so nah wie möglich an sich. Sie wollte ihn spüren, diesen Moment tief in sich aufnehmen. Er sah sie an und sie fühlte, wie sie in seinen Augen versank. Sie wollte ihn, egal, ob es nun richtig oder falsch war. Er las die Zustimmung in ihrem Blick und zog ihr den Slip aus. Sein Mund wanderte wieder ihren Hals hinab zu ihrem Busen. Er umschloss eine ihrer Brüste mit dem Mund, umspielte ihre Knospe mit der Zunge. Ihre Knospen wurden hart und richteten sich auf. Mila schloss die Augen, keuchte. Ihr Atem ging stoßweise. Sie spürte ein brennendes Verlangen in sich. Matos Hand wanderte ihren flachen Bauch hinab zu ihren Oberschenkeln, fuhr die Außenseite ihrer Schenkel hinab, dann die Innenseite wieder hinauf, bis seine Finger ihren feuchten Schoß fanden. Mila schnappte nach Luft. Alles in ihr pulsierte, sehnte sich nach seiner Nähe. Ihr Becken hob sich ihm entgegen, und Mato drang langsam in sie ein. Er kostete die Wärme aus, die seinen Schaft umschloss und begann einen langsamen schwerfälligen Rhythmus. Sie umschloss seinen Unterleib mit ihren Beinen, zog ihn immer tiefer in sich hinein. Seine Stöße wurden schneller und Mila stöhnte auf. Sie bäumte sich auf, ihre Augen waren geschlossen und sie hatte den Kopf zurückgeworfen. Mato stieß immer schneller zu, versuchte, noch tiefer in sie einzudringen. Aus Milas Kehle drang ein Wimmern, das immer lauter wurde und ihn mitriss. Er griff nach ihren Händen, suchte Halt, während er in ihr kam. Dann sah er sie an. Sie zitterte am ganzen Körper, doch ihr Lächeln zeigte tiefe Zufriedenheit. Sie zog ihn zu sich herab und umarmte ihn, genoss das Gefühl seiner nackten Haut auf ihrer. Sie fühlte seinen warmen Atem an ihrem Ohr, fuhr mit den Fingern durch seine kurzen blonden Haare. Wie gern würde sie diesen Moment festhalten und immer wieder erleben. Sie spürte seinen Herzschlag, seinen ruhigen tiefen Atem …. und schlief langsam ein. Als sie am nächsten Tag erwachte, war sie allein. Also war es nur ein Traum gewesen. Ein schöner Traum. Sie stand auf und ging zum Fenster, starrte hinaus in die Welt, die ihr nun etwas weniger kalt vorkam. Sie wusste nicht, dass im Hotelzimmer nebenan Mato am Fenster stand und an die Frau dachte, von der er letzte Nacht geträumt hatte.
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